Transpersonale Psychologie
1968 prägten Abraham Maslow und Anthony Sutich an der Westküste Amerikas von wo auch die Humanistische Psychologie, zu der die Transaktionsaanlyse gehört, ihren Ausgang nahm. Maslow studierte viele Jahre lang Menschen, die als besonders begabt, kreativ und selbstverwirklicht galten. Er fand heraus, dass viele unter ihnen die eigene Person, Raum und Zeit transzendieren und sich mit dem «universellen Sein» eins fühlen können. Wenn jemand diesen Zustand zum ersten Mal erlebt, kann eine große Angst auftreten und der/die Betreffende mag an seinem/ihren Verstand zweifeln. Nur jemand, der/die sich in diesen Bereichen auskennt, kann feststellen, ob es sich wirklich um ein transzendentes Erlebnis oder um eine Regression handelt. Ken Wilber, der als «Einstein der Bewusstseinsforschung» gilt, warnte immer wieder vor der Verwechslung von «trans» und «prä». Doch nur durch eine solche Unterscheidung kann ein Mensch gefahrlos in den «Trans-Bereich» geführt werden.
Dazu passt eine Aussage Ken Wilbers, die ich wunderschön finde:
Und alles ist gelöst
«Schließlich werden wir, davon bin ich überzeugt, die der Existenz selbst innewohnende Freude finden, eine Freude, die in der Großen Vollkommenheit dieses und jedes anderen Augenblicks wurzelt. Ein jeder von uns ist ein wundervolles Ganzes an sich und ein Teil eines nächsthöheren Ganzen, eine gleitende Aufeinanderfolge von Ganzen und Teilen, die kaskadenförmig vor und zurück in die Unendlichkeit stürzt, ein Ganzes, dem es nie an irgendetwas mangelt und das niemals einer Sache bedarf, weil es im Gleißen des Jetzt schon immer erfüllt ist. Nachdem die integrale Vision ihren Zweck erfüllt hat, wird sie schließlich vom Leuchten des GEISTES überstrahlt, der viel zu offensichtlich ist, als dass wir ihn sehen könnten, und der uns viel zu nahe ist, als dass wir ihn erreichen könnten. Und die integrale Suche kommt schließlich an ihr Ziel, indem sie das Suchen selbst aufgibt und sich in einer radikalen Freiheit und ekstatischen Fülle auflöst, die immer schon vorhanden waren. So lässt man dann jede Theorie von Allem fallen, um einfach Alles und Jedes zu sein, eins mit dem All in seinem grenzenlosen Gewahrsein, das den KOSMOS liebevoll in seinem Handteller trägt. Und dann offenbart sich das wahre Mysterium. Das Antlitz des GEISTES lächelt heimlich, die Sonne geht in deinem eigenen Herzen auf und die Erde wird dein ganz persönlicher Körper, Galaxien rasen durch deine Adern, während die Sterne die Neuronen deiner Nacht zum Leuchten bringen. Und niemals wieder wirst du nach einer bloßen Theorie dessen suchen, was tatsächlich dein eigenes Ursprüngliches Antlitz ist.»
Ken Wilber: «Ganzheitlich handeln. Eine integrale Vision für Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Spiritualität.» Arbor Verlag, Freiamt, 2001, S.158
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